Dienstag, 29. September 1970

TV: Mare TV - Winterzauber

Deutschland, 2009

Beschreibung des Senders


Diese Folge zeigt die unterschiedlichen Lebenssituationen während des Winters auf der nördlichen Erdhalbkugel.

Das Meer im Winter ist eine ganz besondere Erfahrung. Im Bottnischen Meerbusen friert die Ostsee von Oktober bis Mai zu. Bei minus 30 Grad Celsius fahren die finnischen Eislotsen aus Kemi mit ihren propellerbetriebenen Hydrocoptern über die Eisdecke zu den Frachterkapitänen hinaus.

In Island frönt man im Winter sehr eigentümlichen kulinarischen Vorlieben: Gammelrochen - angeblich sehr gesund - gilt als Weihnachtsdelikatesse. Ebenso der Grönlandhai, dessen fermentiertes, streng schmeckendes Fleisch selbst hartgesottene Isländer nur mit einem Glas Schnaps herunterbekommen.

Alle drei bis vier Jahre friert auch die Greifswalder Bucht zu. Auf der kleinen Insel Koos ruft man im Winter Jäger Ronald Abraham. Er sucht im Schnee nach frischen Spuren von Füchsen, die jetzt über die Eisdecke auf die Insel kommen und den Vogelbestand gefährden.

Und auf der anderen Seite der Welt ist im Winter, abgesehen von einer schmalen Fahrrinne, im Nordosten des amerikanischen Kontinents auch der Sankt-Lorenz-Strom zugefroren. Das ist ein wahres Paradies für Eisfischer, die jetzt aus aller Welt ins kanadische Sainte-Anne-de-la-Pérade kommen, um eine Dorschart zu fangen, die hier Poulamon heißt.

Es gibt sogar eine Luxusvariante: Die Eisfischer können sich in voll ausgestatteten Fischerhütten auf dem gefrorenen Fluss häuslich niederlassen - und wie aus dem Wohnzimmer heraus angeln.

Mehr als 70 Prozent der gesamten Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Und dennoch ist dieses Element, aus dem alles Leben stammt, weniger erforscht als der Mond. Die Dokumentationsreihe "Mare TV" widmet sich den Flüssen, Seen und Meeren dieser Welt, begleitet Wissenschaftler bei ihren Forschungen und porträtiert Menschen, die von und mit dem Wasser leben.

Die Dunkelheit der Tiefsee, die endlosen Weiten der Ozeane, die menschenleeren Strände der Südsee, die zahllosen bekannten oder unbewohnten Inseln weltweit, die unzugänglichen Steilküsten der Fjorde, die Einsamkeit der Eismeere oder die betriebsamen Häfen und Küstenstädte rund um den Globus: Die Dokumentationsreihe „Mare TV“ beschreibt das Meer in fesselnden Bildern als faszinierenden Lebensraum für Tiere und Menschen, aber auch als Forschungsgegenstand der Wissenschaft, als Nahrungsquelle, Arbeitsplatz und Freizeitparadies. Das Meer ist Quelle allen Lebens und gleichzeitig Symbol für Sehnsucht, Heimweh und Unendlichkeit. Die Weltmeere bedecken über 70 Prozent der Erdoberfläche, sind aber weniger genau erforscht als der Mond. „Mare TV“ stellt das Element Wasser in den Mittelpunkt. Erforscht werden die Möglichkeiten, die es Mensch und Tier gleichermaßen bietet: Lebensraum, wissenschaftliches Forschungsfeld, Arbeitsplatz und Freizeitparadies. Die Dokumentationsreihe öffnet neue Blickwinkel und erzählt in atemberaubenden Bildern außergewöhnliche Geschichten von Einzelpersonen oder ganzen Gesellschaften, die von und mit den Seen, Flüssen und Meeren dieser Welt leben.

Sendetermine:

  • Mo., 15.10., 08:00, arte
  • Di., 16.10., 08:00, arte
  • Mi., 31.10., 08:00, arte

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