Montag, 26. Oktober 1970

TV: Schau in meine Welt! - Steinar, der Junge aus dem Elfenland

Deutschland, 2016

Beschreibung des Senders


Steinar, der Junge aus dem Elfenland Steinar lebt im Nordosten von Island auf der Farm Hjrtarstadir, die 5000 ha groß ist, das entspricht ungefähr der Größe von 7000 Fußballfeldern. Mit gerade mal 12 Jahren fährt der Junge schon große Traktoren, Six-Wheeler und andere Fahrzeuge. Das ist auch Steinars große Leidenschaft: Landmaschinen zu fahren, mit ihnen arbeiten und wenn nötig auch zu reparieren.

Die Farm wird von den Großeltern bewirtschaftet und seine Eltern sind in der nahen Stadt Egilsstadir beschäftigt. Im Frühjahr kommen die Lämmer im Schafstall zur Welt. Im Freien wäre es noch viel zu kalt dafür. Steinar hilft jetzt seiner Oma bei der Pflege und Fütterung der kleinen Lämmer. Von ihr lernt er alles über Schafzucht. In Island gebären die meisten Mutterschafe mindestens zwei Lämmer und es kommt vor, dass nicht alle gleich gut versorgt werden. Mit einer Nuckelflasche und spezieller Aufzuchtmilch füttert der Junge die hilfsbedürftigen Lämmer.

Steinar hat noch drei jüngere Geschwister, zwei Brüder Siggi und Fannar und die kleine Schwester Briet. Alle wohnen mit den Eltern in einem Haus. Abends kommt die Familie immer zum Abendbrot zusammen. Ein wenig entfernt davon wohnen die Großeltern in ihrem Gebäude. Auf seinem Computer im Haus hat Steinar diverse Spiele installiert. Sein Lieblingsspiel ist ein virtuelles Farmerspiel. Er muss im Spiel selbstverständlich Traktor fahren, Wiesen mähen, Tiere versorgen und vieles andere erledigen. Ergänzend für sein wirkliches Farmerleben, lernt er sehr viel dazu. Gespielt wird aber meistens nur im Winter, wenn auf dem Hof nicht allzu viel Arbeit anfällt.

In den Wintermonaten werden aus einigen Traktoren die Batterien entfernt. Sie würden sonst die langen und strengen Winter in Island nicht überstehen. Mit seinem Vater August baut er die Batterien wieder zurück in die Batteriehalterungen. Dann wird es spannend für Steinar. Gelingt es ihm nicht die Motoren zum Laufen zu bringen, kann er auch keine anschließende Probefahrt machen.

Wie auf fast jeder Farm in Island leben bei Steinar noch paar Islandpferde, von denen einige zugeritten sind. Steinar und sein Vater machen hin und wieder mit ihnen kleine Ausritte auf dem ausgedehnten Farmgelände. Die Pferderasse hat ein sehr besonderes Merkmal, den Tölt. Das ist eine spezielle Gangart, die in den Genen der Tiere festgelegt ist. Läuft ein Pferd im Tölt, bleibt der Reiter ruhig in seinem Sattel sitzen und wird nicht wie sonst üblich durchgeschüttelt.

Ende Mai, Anfang Juni ist der Frühsommer nun endlich da, alles blüht und die Weiden sind grün. Einar, Steinars bester Freund mit dem er zur Schule geht, besucht ihn manchmal auf der Farm. Die Freunde teilen in vielen Dingen die gleichen Interessen, so auch z.B. über Landmaschinen und Motorsport oder fahren zusammen Fahrrad.

Steinar zeigt Kumpel Einar die Elfenfelsen unterhalb des großen Berges. Denn Steinar glaubt fest daran, dass dort die isländischen Elfen leben. Das Wissen über Elfen hat Steinar von seiner Oma. Im Hochsommer wird es in Island nicht wirklich dunkel und die Sonne verschwindet dann nur kurz hinter dem Horizont. Der Winter dagegen ist genau umgekehrt und es wird kaum hell. Steinar hat sich daran gewöhnt und findet es eigentlich ziemlich cool.

Das Wetter ist Anfang Juni so warm in Island, dass die letztgeborenen Lämmer in die Wildnis der Farm entlassen werden können. Mindestens drei Wochen müssen die Tiere dafür aber alt sein. Einige Lämmer bekommen vorher noch ein letztes Mal eine Nuckelflasche mit Milch. Gras fressen die Tiere ohnehin schon ab dem zehnten Lebenstag. Zusammen mit den Mutterschafen treiben Steinar, seine Geschwister und die Oma die Lämmer zum Fluss. Vor der Schafherde liegen tausende Hektar unberührte Natur und nur zwei schneebedeckte Berge begrenzen am Horizont ihr Revier. Der Fluss ist die andere natürliche Barriere.

Mitte Juni bekommen die Schüler in Island für zehn Wochen(!!) schulfrei. Steinar, seine Eltern und Geschwister machen dann kurze Urlaube auf der Insel. Sie passieren auf der sogenannten Ringstraße eine grandiose und weiten Teilen einsame Landschaft. Gletscher, Wasserfälle und zahllose, schroffe Berge wechseln sich dabei ständig ab. Ziel ist ein Campingplatz im Südosten der Insel. Hier treffen sie auf Verwandte aus Reykjavik.

Die neue Doku-Reihe „Schau in meine Welt!“ ist eine Einladung und zugleich die Eintrittskarte in Lebenswelten, die Kindern bislang gänzlich unbekannt oder zumindest so nicht bekannt waren. Mit den Geschichten ermöglicht „Schau in meine Welt!“ seinen Zuschauern einen Blick über den Tellerrand, gewährt ganz neue Einblicke, wirbt um Verständnis gegenüber dem Fremden und Unbekannten und macht die Welt erlebbar. Und damit wecken sie nicht nur die Neugier der Zuschauer, sondern vermitteln ihnen Wissen. „Schau in meine Welt!“ bietet Wertevermittlung im besten Sinne und öffnet Horizonte. Die Doku-Reihe zeigt, dass Kinder zwar sehr unterschiedliche Geschichten zu erzählen haben, dass sie jedoch im Kern ihres Daseins alle gleich sind. Schon deshalb baut sich mit der Zeit eine Verbundenheit der Protagonisten der jeweiligen Dokus und der Zuschauer zueinander auf. Kennzeichen dafür ist ein Freundschaftsbuch, das zu Beginn jeder Ausstrahlung aufgeschlagen wird und auch von den Zuschauern online immer wieder angeschaut werden kann. Aber auch Verlässlichkeit ist wichtig, wenn man Freundschaft schließen will. Die Doku-Reihe Schau in meine Welt! ist ein Gemeinschaftsprojekt von hr, KiKA, MDR, SWR und rbb und Radio Bremen.

Sendetermine:

  • So., 28.10., 16:15, KiKa

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